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EBHC 2010 Stuhlfelden

Das Bogendorf Stuhlfelden im Pinzgau war für 1 Woche
die Showbühne für
1143 Bogenschützen/innen aus ganz Europa, um in einem 5-tägigen Wettkampf die Besten aus Ihren Reihen zu ermitteln.

Fernsehbericht zur EBHC 2010

Schon die Teilnehmerliste ließ einen überaus spannenden Wettkampf erwarten, laß sie sich doch wie das
"Who is Who" 
des internationalen Bogensportes.

Nach der verpatzten Generalprobe im vergangenen Jahr, waren wir schon sehr gespannt wie die Stuhlfeldener die Austragung der diesjährigen Europameisterschaft nach IFAA meistern würden.

So machten wir uns schon am Freitag von Kitzbühel aus auf den Weg um vor dem großen Run am Samstag wenigstens schon einmal die Gerätekontrolle hinter uns zu bringen. Bei unserem Eintreffen waren auch schon zahlreiche Schützen Vorort die wohl den gleichen Gedanken hatten.
Prompt erwartete uns auch schon die erste unangenehme "Überraschung".
Die Gerätekontrolle welche ursprünglich auf 15:00 angesetzt war verschob sich erst um 1 Std. auf 16:00 und dann nochmals auf 17:00. Hierbei traff den Veranstalter jedoch keinerlei Schuld.
Wie sich auf unser Nachfragen nämlich herausstellte, war der Verantwortliche der IFAA noch nicht da und ohne Ihn durften die Stuhlfeldener nicht beginnen.
Für mich absolut unverständlich da es sich bei diesem Wettkampf ja nicht um irgendein Wald- und Wiesenturnier handelte und sich einer der Verantwortlichen sogar um 3 Tage verspätet hat.
Nach dessen Eintreffen lief die Kontrolle dann ziemlich chaotisch ab und vor dem Festzelt sammelte sich schnell eine schier endlose Schlange von Bogenschützen.
Die Kontrolle selbst war je nach Kontrolleur auch unterschiedlich. So wurden teilweise die Pfeile ungenau begutachtet und des öfteren nicht einmal in die Inspectionskarte eingetragen. Da war es dann auch nicht verwunderlich, dass man während des Wettkampfes am Parcours auf Pfeile traff die nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet waren und auch keinerlei Beringung aufwiesen.
So etwas sollte bei einer Veranstaltung dieses Stellenwertes eigentlich nicht passieren.
Für eine Schrecksekunde sorgte dann auch noch das Einbrechen eines Teiles des Festzeltbodens.
Etwas verunsichert was uns noch alles erwarten würde, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

In der Hoffnung ein wenig EM-Stimmung aufzubauen, zog es uns am Sonntag wieder an den Austragungsort Stuhlfelden, um beim Einzug der Schützen ins Festzelt und der anschließenden offiziellen Eröffnungszeremonie teilzunehmen.
Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Bogenschützen aus allen Nationen unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer durch den Ort und in das Festzelt ein. Die Stimmung war teils ausgelassen und die letzte Anspannung Einzelner fiel dann nach ein paar Gläschen Bier und anderer kühlen Getränken, welche angesichts
der doch sehr warmen Temperaturen regen Zuspruch fanden.
Unter dem Beifall der Bogenschützen und der zahlreichen Gäste, wurde die Europameisterschaft offiziel eröffnet.
Allerdings sorgte erneut das Enbrechen des Bodens im Außenbereich für Aufregung, bei dem sogar ein Bogenschütze leicht verletzt wurde. Zum Glück aller Beteiligter passierte jedoch nicht mehr.
Der eingesetzte Cateringservice schien an diesem Tag auf Grund der "unerwartet" vielen Gäste, bedingt durch viel zu wenig Personal, stellenweise etwas überfordert.
Ferner ist es mir völlig unbegreiflich wie es passieren konnte, dass bereits 1/2 Std nach der Eröffnung einige Getränke ausgingen.
Den Abschluß dieses Tages bildete, zumindest für uns,  ein gemeinsames Abendessen bei dem in Buffetform Spezialitäten aus der Region angeboten wurden.
Angesichts der hohen Preise im Festzelt, waren wir froh über unseren Heimvorteil und machten uns im Anschluß erneut auf die Heimreise nach Tirol.

Am Montagmorgen war es dann endlich so weit und wir trafen pünktlich um 7:00 bei der Einschußanlage ein, welche trotz des hohen Andranges an allen Turniertagen ein problemloses Einschiessen ermöglichte.
Wirklich lange Gesichter gab es jedoch danach als viele Bogensportler ihre Namen vergeblich auf den Gruppeneinteilungen der jeweiligen Parcours suchten.
Die daraus resultierende Aufregung und Verspätung beim Schußbeginn hätte sich der Veranstalter meines Erachtens ersparen können, wenn die Gruppeneinteilungen bereits am Vortag ausgehängt worden wären. Das hätte die nötige Zeit gebracht um auf diese Panne rechtzeitig zu reagieren.
Endlich begaben sich dann die Schützen teils zu Fuß oder dem bereitgestellten Shuttleservice zu den Ihnen zugewiesenen Parcours.
Angesichts des hervorragenden Wetters war der Unmut einiger Schützen jedoch schnell verflogen und voll Spannung warteten wir, allerdings erneut fast 1 Std, an der uns zugewiesenen Scheibe auf den Schußbeginn.

Die bereitgestellten 6 Parcours waren alle, dank der zahlreichen Helfer, wirklich anspruchsvoll gestellt und absolut EM würdig. Die teilweise gefinkelten Abschußsituationen gepaart mit der Entfernung der einzelnen Scheiben, welche übrigens sämtlich dem Regelwerk der IFAA entsprachen, verlangten den Schützen wirklich all ihr Können ab. Angesichts der erreichten Höchsttagesscores kann ich vor den betreffenden Schützen/inen nur den Hut ziehen. Einfach sensationell was bei dieser EM geleistet wurde.

Die restlichen Wettkampftage verliefen nahezu reibungslos.
Die einzelnen Parcours waren ausreichend mit Labestationen ausgestattet, welche zweckmäßig bestückt und auch in der Preisgestaltung akzeptabel waren. Lediglich Bogenständer suchte man vergebens.
Auch mit den Rauchern hatte der Veranstalter kein Erbarmen. Dies war nur an den Labestationen erlaubt und Raucherzonen, wie bei anderen Veranstaltungen dieser Größenordnung erfolgreich erprobt, waren nirgends vorhanden. Dies sorgte leider dann auch für einige Disqualifikationen.

Im Großen und Ganzen kann man diese Veranstaltung jedoch als durchaus gelungen bezeichnen und sie stellt sicher eine positive Werbung für den Bogensport in Österreich dar.

Ich möchte es nicht versäumen an dieser Stelle nochmals den erfolgreichen Siegern dieser EM herzlich zu gratulieren.
Insbesondere freut es mich ganz besonders, dass in fast allen Bogen- und Altersklassen österreichische Bogenschützen/innen auf den Podestplätzen zu finden waren.

"Last but not least"
möchte ich an dieser Stelle noch den Unmut vieler Teilnehmer, mich inbegriffen, über das ausgehändigte "Begrüßungssackerl" im Wert von € 70 ausdrücken.
Lieber Veranstalter, das hättet Ihr Euch echt schenken können.
So vermißten viele das in der Ausschreibung versprochene T-Shirt für das man bei der Anmeldung sogar die Konfektionsgröße angeben mußte.
Auch konnten und wollten die meißten der Teilnehmer das beigefügte Rabattheftchen nicht nutzen und fühlten sich zum Großteil regelrecht verarscht. Wenn der Wert von € 70 darin bestand, dass man in einer ortsansäßigen Konditorei für € 700 Torten und Kuchen hätte kaufen müssen um dann durch den 10%igen Preisnachlaß auf eben diesen Wert zu kommen finde ich das geradezu lächerlich.
Aus einer Veranstaltung diesen Stellenwertes eine Kaffefahrt zu machen halte ich nicht gerade für förderlich.
Glaubt mir, über dieses Thema wurde während der Turniertage rege diskutiert und fast alle waren dieser hier kundgetanen Meinung.

Bilder zur Europameisterschaft

Autor: Markus